Geboren am 6. April 1921 in Niederschlesien, konnte Liehr nach Kriegsdienst, Verwundung und Gefangenschaft das ersehnte Theologiestudium antreten und 1951 mit seiner Priesterweihe in Neuzelle bei Cottbus beenden. liehr-1Danach wirkte er fünf Jahre lang in der Diaspora, tat Dienst bei den Kapuzinern in Chile und in Priel bei Moosburg. Am längsten war Liehr in der Pfarrei Neuching. Nach Oberwöhr bei Rosenheim kam er 1990 als Kanonikus nach Altötting, wo er jetzt nach 60 Priesterjahren im Alter von 90 Jahren starb.

Viele Neuchinger erinnern sich an Johannes Liehr als einen eifrigen, engagierten Mann, der die Martinskirche erweiterte, Pfarrhaus und Pfarrsaal erbaute, Volksmissionen ausrichtete, die Katholische Frauengemeinschaft gründete, viele Reisen mit den Gläubigen unternahm und fast alle zum Singen brachte. Besonders oft und gerne fuhren alle gemeinsam in den südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes. (red)