Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger höchstpersönlich teilte den Gläubigen am Montag den Entschluss offiziell mit. Höhepunkt seiner ganztägigen Visitation war die Verkündung beim gemeinsamen Gottesdienst. Details wurden in der Versammlung der beiden Pfarrgemeinderäte im Pfarrheim Oberneuching besprochen. Haßlberger fand dabei ehrliche Worte und beschönigte nichts. Hilfe für Pater Pius Thometzek durch einen Pastoralassistenten sei derzeit nicht denkbar. „Hoffnungen will ich Ihnen keine machen, aber man solI die Hoffnung nie aufgeben“, meinte Haßlberger. „Aber Pater Pius braucht Unterstützung“, ergänzte der Weihbischof.

Derzeit werde geprüft, ob eine Religionslehrerin ihre Stunden aufstocken und bei der Vorbereitung für die Erstkommunion und Firmung mitwirken könne. Mehr ist nicht drin, denn die Kirche muss sparen. „Bis 2020 werden wir 20 Prozent einsparen müssen“, so Haßlberger zur Situation in der Diözese. Die Pfarrsekretärinnen in Ottenhofen und Neuching brauchten sich jetzt noch keine Sorgen um Stundenkürzungen zu machen.

Sitz des künftigen Pfarrverbandes Neuching-Ottenhofen wird Oberneuching werden. „Es ist vorgesehen, dass der laufende Haushalt zusammengelegt wird“, erläuterte Haßlberger. „Die Verwaltung des Vermögens und der Gebäude macht aber die Pfarrei vor Ort“, ergänzte er. Auch die Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderatsgremien bleiben getrennt. „Es solI aber auf jeden Fall einen Pfarrverbandsrat geben. Dieser stimmt zum Beispiel die Gottesdienstzeiten ab oder erarbeitet eine gemeinsame Linie zur Pastoralarbeit“, führte Haßlberger aus.

Geld in die Hand nehmen solI nach Meinung von Hans Sander die Kirche, um endlich den Ottenhofener Pfarrhof zu ·renovieren. „Ich glaube, wir haben den schlechtesten Pfarrhof im Landkreis Erding“, sagte der Unterschwillacher. „Aber die hohen Herren im Ordinariat haben dafür taube Ohren“, kritisierte Sander. „Ich kann nicht versprechen, dass es jetzt gleich weitergeht. Aber ich kann· versprechen, dass ich mich dafür einsetze“, versicherte Haßlberger, „denn der Pfarrhof ist das einzige Gebäude des Pfarrverbandes, das nicht in Schuss ist“.