Am 15.1.2009 erschien folgender Artikel über Pfarrer Franz Gasteiger im Erdiunger Anzeiger unter dem Titel: Franz Gasteiger im Unruhestand

„Als Seelsorger gehörst Du unter die Menschen.“ Diesem Motto ist Pfarrer Franz Gasteiger treu geblieben. Jetzt ist er im Ruhestand – und bleibt unter den Gläubigen.

Fünf Jahre lang war der katholische Pfarrer Franz Gasteiger der Seelsorger der beiden Erdinger Altenheime. Sein Schwerpunkt lag bis November vergangenen Jahres in der Seelsorge im Heiliggeist-Stift. Die letzten Jahre seines aktiven Arbeitsleben betreute und begleitete er die Menschen am Ende ihres Lebens. Das war nicht immer so, Gasteiger hat viele Facetten der priesterlichen Tätigkeit kennen gelernt.

Als junger Pfarrer zog es ihn in die Sonderseelsorge. Seine ersten Berufsjahre verbrachte er bei der Christilichen Arbeitnehmer Jugend (CAJ). „Damals ging es mir um das Christliche in der Arbeitswelt junger Menschen.“ Bei seinen Predigten habe er immer versucht, besonders kreativ zu sein. Die CAJ war eine gute Schule für mich.“

Junge Katholiken dominierten sein Berufsleben auch, als der in München Landespräses des Bundes der Katholischen Jugend wurde.

Nach sechs Jahren dort, entschied sich Gasteiger, für seine Doktorarbeit in die Wissenschaft zurückzukehren. In Regensburg promovierte er zum Thema „Weltlose Seelsorge“. „Mir ging es um die Rolle der Kirche in der aufkommenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert“, berichtet Gasteiger. Ideale Voraussetzungen für seine fünf Jahre als Flughafenpfarrer ab 1988.

Eine völlig andere Welt lernte er in den Seniorenheimen Erdings kennen. „Ich war nicht nur Ansprechpartner für die Bewohner, sondern auch die Angehörigen“, sagt Gasteiger.

Auch im Ruhestand bleibt Gasteiger aktiv. Er ist KAB-Präses und Seelsorger im Pfarrverband Aufkirchen. Der katholischen Erwachsenenbildung bleibt er ebenfalls erhalten. (ham)