Gasteiger lobt ,,hohe Kultur des Feierns“Oberneuching – Ein ab abwechslungsreiches Jahr liegt hinter der Pfarrei Neuching. Die Abberufung von Pater Pius Thometzek hatte in der Kirchengemeinde für Wirbel gesorgt. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet. Beim kirchlichen Neujahrsempfang am gestrigen Sonntag im Pfarrheim ließ Pfarrgemeinderatsvorsitzender Max Wittmann das Jahr Revue passieren. Und sorgte dabei auch für Lacher.

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Gute Stimmung am Honoratiorentisch: Neujahrsempfang in Neuching (FOTO:OLDACH)

,,In Bayern herrscht der Absolutismus, in Deutschland die Große Koalition, in Rom ein neuer Papst und in Neuching wieder ein neuer Pfarrer“, sagte er mit einem Schmunzeln. Dr. Franz Gasteiger, der den Pfarrverband Neuching-Ottenhofen im Sommer übernommen hat, sorge für ein lebendiges Kirchenleben. Wittmanns Dank galt auch den zahlreichen Ehrenamtlichen, ohne die dieses kirchliche Leben nicht möglich wäre. „Ehrenamt macht auch Spaß. Man macht was, man bewegt was. Und es schärft auch die geistigen Sinne.“ Gelegenheit dazu besteht im Pfarrgemeinderat. Die Wahlen sind am 16. Februar.

Das Thema griffen auch Gasteiger und Bürgermeister Hans Peis in ihren Grußworten auf. ,,Es hat mich sehr beeindruckt, mit welcher Offenheit ich hier aufgenommen wurde“, bedankte sich Gasteiger. Und angesichts dervielen Ehrenamtlichen „kommt man sich als Pfarrer fast ein wenig – und das ist gut so – überflüssig vor. Nur zelebrieren kann ich noch selbst“ meinte auch er mit einem Schmunzeln. Hinzu komme laut dem Geistlichen. ,,eine hohe Kultur des Feierns“. Diese zeige sich auch im liturgischen Leben.

Zahlreiche Ministranten dienten beim gestrigen Sonntagsgottesdienst, eingesetzt wurde auch der restaurierte Tassilokelch – ein Verdienst des engagierten Oberneuchinger Mesners Albert Kressierer. ,,Mich freut die selbstverständliche Integration von Kirche und gesellschaftlichem Leben im Ort“, sagte Gasteiger.

Peis appellierte an die Gäste, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein und nicht nur die Befriedigung eigener Interessen und Wünsche in den Vordergrund zu stellen. ,,Aber das ist bei euch ja nicht der Fall. Ihr setzt euch ja ein“, ergänzte der Rathauschef. Anschließend ließen sich alle Weißwürste und Wiener schmecken.

Aus dem Erdinger Anzeiger vom13. Januar 2014 – Do