Gedicht, Lied und Weinflasche zum Dank: Pfarrgemeinde überrascht Organistin Luise Mayer mit einer Ehrung.

2014-luise-50
Ungewohntes Gastspiel: Luise Mayer (r.) war am Altar eine Hauptperson. Es gratulierten Kirchenchor, Vizebürgermeister. Martin Bichlmaier und Pfarrer Franz Gasteiger. Foto: Oldach

Musikalisch hat Luise Mayer ,,ihre“ Niederneuchinger Katholiken im Griff. Seit fünf Jahrzehnten thront sie auf der Empore der Pfarrkirche St. Johannes über ihnen, denn seit 50 Jahren engagiert sie sich als Organistin. Nun wurde die Musikerin überrascht. Pfarrer Franz Gasteiger und der Kirchenchor wollten mit einer Ehrung Danke sagen für ein halbes fahrhundert Kirchenmusik.

Alle wussten davon, nur Mayer nicht. Kurz vor dem Segen des Patroziniumsgottesdienstes holte Gasteiger sie von der Empore und überreichte ihr eine Dankesurkunde des Erzbischöflichen Ordinariats. Sichtlich gerührt war die Kirchenmusikerin, als ihr Chor ihr ein Ständchen sang und Maria Kronseder ein Gedicht vortrug.

Pünktlich sei Mayer in den vergangenen 50 fahren immer gewesen. So manche Anekdote kam dabei auch zur Sprache. So sei sie einmal mit zwei verschiedenen Schuhen gekommen. Die Gläubigen schmunzelten.

Als Geschenk bekam Mayer außerdem ein Bild der HeiIigen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusiker, sowie viele warne Worte des Dankes und der Anerkennung. Auch Vizebürgermeister Martin Bichlmaier bedankte sich bei Mayer. ,,Es ist schon ein Wahnsinn, was du geleistet hast“, sagte er und überreichte der Weinliebhaberin einen edlen Tropfen.

Gasteiger hatte sich zur Ehrung einen besonderen Tag ausgedacht: den Jahrestag des Kirchenpatrons Johannes. Doch mit dem Jubiläum ist für 69-fährige noch lange nicht Schluss: ,,Ein paar Jahre möchte ich schon noch spielen, sofern Gott es will.“

Quelle Erdinger Anzeiger vom 04. Juli 2014 – do