Pfarrer Gasteiger verabschiedet sich, kommt aber wieder

Zeit, um richtig  durchzuschnaufen, wünscht sich Pfarrer Franz Gasteiger. Jetzt geht der 74-Jährige in den Ruhestand. Am Sonntag wurde er mit einem Festgottesdienst in der Oberneuchinger Pfarrkirche St. Martin von seinem Pfarrverband Neuching-Ottenhofen verabschiedet. „Ich sage bewusst Verabschiedungsgottesdienst und nicht Abschiedsgottesdienst“, betonte er.  Denn die Gläubigen wer­den ihn weiter zu Gesicht bekommen. Als Aushilfe wird er in dem weit größeren Seelsorgebezirk Moosinning/Neuching-Ottenhofen tätig sein. „Das betrifft vor allem Gottesdienste an Festtagen wie jetzt Erntedank, dann Allerheiligen oder Weihnachten. Weiter werde ich Gottesdienste am Altenheim Heiliggeist in Erding und vereinzelt in der Flughafenkapelle halten“, so Gasteiger zur Heimatzeitung.

Sein Nachfolger ist der Moosinninger Pfarrer Michael Bayer. Seit 1. Juni 2013 hatte Gasteiger den Pfarrverbandes Neuching-Ottenhofen geleitet. Am vergangenen Sonntag wurde er in Ottenhofen verabschiedet. Jetzt folgte der große Gottesdienst mit Stehempfang und den Ottenhofener Gästen auf dem Kirchplatz.

In einem Festgottesdienst verabschiedete sich Pfarrer Gasteiger von seinem Pfarrverbvand Neuching-Ottenhofen (Foto: do)

Die Kirchenpfleger Ernst Egner (Ottenhofen) und Georg Heidler sowie Elisabeth Greckl (Ottenhofen) und Max Wittmann von den Pfarrgemeinderäten würdigten Gasteigers Verdienste. Er sei stets nah am Menschen, habe sich um viele Dinge des Pfarrgemeindelebens gekümmert, war immer ein kompetenter Ratgeber und habe gut, aber auch ausdauernd gepredigt. Besonders freute er sich, dass in einer Würdigung das Thema von der Prophetenrolle aus seiner Predigt in einer modernen Form verlängert wurde. Prophetisch wirken heiße für ihn, Veränderungen anzustoßen.

Jetzt muss es ohne den Seniorchef gehen, meinten die Ministranten und überreichten Gasteiger ein T-Shirt mit dem Spruch. Diese Aufmerksamkeit nahm Gasteiger gerne an. Auf Geschenke verzichtete er jedoch und bat stattdessen um Spenden zu Gunsten seines Freundes Dr. Gerd Brandstetter. Der Pfarrer hat in Guarabira in Nord-Brasilien ein Kinderdorf aufgebaut. Rund 3000 Euro sind zusammengekommen. Prä­sente in Form von musikalischen Beiträgen der Ministrantinnen und die Ministrantenbläsergruppe freuten den Geistlichen.

Mit vielen persönlichen Gesprächen verabschiedeten sich die Gläubigen von Gasteiger. Jetzt will der 74-Jährige eine Pause einlegen, mehr Sport treiben, Kontakte zu Freunden pflegen und mehr reisen.

Aus dem Erdinger Anzeiger vom 29. September 2015 do