Am 30. Juni wurden im Freisinger Mariendom Thomas Belitzer und seine Mitbrüder im Beisein vieler Gläubiger, Diakone und von über 100 Priestern, durch Kardinal Reinhard Marx zum Priester geweiht. Damit hatte der Tachertinger, Thomas Belitzer, sein Ziel auf dem langen Weg zum Priestertum erreicht.

Zu diesem Höhepunkt hatten zahlreiche Gläubige, begleitet von Diakon Tobias Raab, aus dem Pfarrverband Tacherting, Emertsham und Peterskirchen Thomas Belitzer begleitet. Mit einem Bus und mehreren Privatautos waren sie nach Freising gekommen, um mit Thomas Belitzer dieses besondere Ereignis zu feiern. Im Anschluss an den Gottesdienst zog es die Chiemgauer aber schnell zurück nach Hause, denn Thomas Belitzer wurde dort am Abend zu einem Weiheempfang im Rahmen des Johannisfeuer der Tachertinger Ministranten auf dem Schöffmannhof erwartet.

Dieses Jahr war sogar die Zufahrt zum Hof mit grünen Pylonen, Blumen und einem Willkommen für den Neupriester, liebevoll geschmückt.

Empfangen wurde der Primiziant von Pfarrer Hermann Schlicker und den vielen Menschen aus dem Pfarrverband, die nach Brandstätt gekommen waren um Thomas Belitzer einen warmherzigen Empfang zu bereiten. Einige junge Familien hatten als Überraschung Blumen vorbereitet, die die kleineren Kinder auf dem Weg zur Kapelle streuten.

Die folgende Andacht, die der Primiziant zusammen mit Pfarrer Schlicker, Diakon Tobias Raab und Diakon Konrad Maier gestaltete, nutzte er um den Menschen aus seiner Heimatgemeinde zu danken: „Hier bin ich groß geworden, ihr habt für mich gebetet, mich gefördert und begleitet und es ist für mich sehr bewegend jetzt hier bei euch zu sein.“ Seine besonderen Gebetsanliegen seien heute eine große Dankbarkeit und die Bitte um Frauen und Männer, die sich auf eine geistliche Berufung einlassen. Als Begrüßungsgeschenk überreichte Pfarrer Schlicker eine Kerze und von Lina Breu erhielt der Primiziant ein gut gefülltes Sparschwein vom Hausfrauenstammtisch. Nach der feierlichen Andacht, die von den Kindern des Singkreises unter der Leitung von Angelika Thiel und Susanne Fellner mit ihren Instrumentalisten schwungvoll gestaltet worden war, konnten alle dem Neupriester gratulieren, eine Gelegenheit, von der ausgiebig Gebrauch gemacht wurde.

Ein Fest des Glaubens bei der Primiz am 8. Juli

Ein Fest des Glaubens für alle, in dessen Mittelpunkt Jesus Christus steht, hatte sich Thomas Belitzer für seine Primiz am Sonntag gewünscht. Und es wurde ein Fest des Glaubens unter einem strahlenden weiß-blauem Himmel. Zu Hunderten haben die Tachertinger, Emertshamer und Peterskirchner mit Thomas Belitzer gefeiert. Der 32-jährige war am 30. Juni im Dom zu Freising zum Priester geweiht worden. Zahlreiche Menschen waren auf den Beinen, als sich der Festzug vom Dorfplatz in Richtung der Schule in Bewegung setzte. Zu den Gästen zählten zahlreiche Vereinsabordnungen, Freunde, Verwandte und Geistliche. Unter ihnen waren Tachertings Pfarrer Hermann Schlicker, die ehemaligen Tachertinger Pfarrer Peter Wallner und Herwig Hoffmann und Dekan Martin Klein aus Teisendorf. Tachertings Pfarrer Hermann Schlicker freute sich über die vielen Gäste und darüber, zusammen mit dem Primizianten „ein Glaubensfest“ zu gestalten. Nach der Messe führte der Festzug zur neuen Turnhalle. Dort wurden das Primizmahl eingenommen, die Grußworte gesprochen und einige Einlagen aufgeführt. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten der Projektchor des Pfarrverbandes Tacherting unter der Leitung von Gerti Schwoshuber und die Musikkapelle Schnaitsee unter der Leitung von Rupert Schmidhuber übernommen.

Die große Turnhalle war von fleißigen Händen zu einem Festsaal umfunktioniert worden. Wunderschön geschmückt in den Farben Gelb und Weiß fanden circa 750 Personen Platz zu einem gemeinsamen Mittagessen, für das der Partyservice Mitterer gesorgt hatte. Dank vieler freiwilliger Helfer wurden die Primizgäste schnell und unkompliziert mit Getränken und Essen versorgt.

Eine Reihe von Ansprachen

Der Tachertinger Kirchenpfleger, Peter Koj, eröffnete die Reihe der Ansprachen. Es sei anscheinend in Tacherting Tradition, dass ein ehemaliger Tachertinger Pfarrer ein Jubiläum bei der Primiz eines Tachertinger Neupriesters feiere. Bei der Primiz von Ludwig Westermeier 2007 habe Pfarrer Peter Wallner sein goldenes Priesterjubiläum begangen und diesmal dürfe er Pfarrer Herwig Hoffmann zu seinem silbernen Priesterjubiläum gratulieren. Er wünschte Thomas Belitzer Gottes Segen auf seinem weiteren Weg.

Der Vorsitzende das Pfarrgemeinderates Tacherting, Rudi Schenkl wünschte ebenfalls Glück und Segen. Die Pfarrgemeinde sei stolz und voller Dankbarkeit, dass einer aus ihren Reihen heute Primiz feiern könne. „Du hast deine Berufung angenommen und damit keinen leichten Weg gewählt. In der heutigen Gesellschaft, die sich von Gott wegbewegt, wirst du ein Brückenbauer sein“, sagte Rudi Schenkl dem Primizianten zu. Bürgermeister Johann Hellmeier schloss sich den Glückwünschen seiner Vorredner an. Heute sei es doch eigentlich unmodern Priester zu werden, sagte Hellmeier: „Doch du Thomas hast trotzdem diese Herausforderung gewählt und heute dein Ziel erreicht.“ Einen großen Respekt für diese Entscheidung und die Begeisterung und Freude der ganzen Gemeinde habe er heute mit dabei. Bürgermeister Hellmeier dankte auch den vielen freiwilligen Helfern, die durch ihren enormen Einsatz das Gelingen des schönen Tages ermöglicht hätten. Ein Höhepunkt des Nachmittags war die gesungene Gratulation der Kinder des Pfarrkindergartens St. Maria. Sie überreichten Thomas Belitzer Salz, Brot, Licht und einen Schatz und wiesen mit ihrem Lied darauf hin, dass sie, die Kinder der Gemeinde und damit eben Salz, Licht, Hefe und der Schatz der Gemeinde seien. Sie luden Thomas Belitzer zu sich in den Kindergarten ein. Eine charmante Einladung, die der Primiziant gerne annahm. Mit dem Lied „glücklich alle Zeit“ bei dem Thomas Belitzer mitmachen durfte verabschiedeten sich die kleinen, aber nicht unbedeutenden Gäste.

Im Anschluss daran nutzte Thomas Belitzer die Gelegenheit um seinen großen Dank zu sagen. „Ich bin sicher, ich werde jemanden vergessen, aber der Dank gilt allen, die heute hier sind und mein Leben begleitet haben.“ Allen voran dankte Thomas Belitzer seiner Familie. Nach einer kurzen Gedenkminute für seinen verstorbenen Vater Erwin Belitzer, war die erste Adressatin seines Dankes natürlich seine Mutter, Sonja, die die beste Mutter sei, die er sich vorstellen könne. Auch seiner Tante galt ein besonderer Dank. Seine beiden älteren Brüder, Florian und Werner hätten ihm alles beigebracht, was man wissen müsse, so wie eben nur ältere Brüder dies könnten. Von seiner Schwester Sonja sagte der Primiziant: „Es ist einfach nur toll, eine große Schwester zu haben.“

Sein Freundeskreis sei seine „zweite Familie“ geworden. Seit der dritten Schulklasse habe man viel miteinander geteilt. Auch seinen Bundesbrüdern von der Studentenverbindung Aenania, den Seminaristen, den Pastoralassistentinnen und Assistenten, die inzwischen zu guten Freunden geworden seien und den beiden Mitbrüdern, Ferdinand Bergrab und Markus Nappert, die mit ihm gemeinsam die Priesterweihe erhalten hatten, dankte Thomas Belitzer für die letzten beiden sehr intensiven gemeinsamen Jahre.

Großer Dank an das „Primiz-Organisationsteam“

Einen ganz großen Dank richtete Thomas Belitzer an das „Primiz-Organisationsteam“. Er dankte für die vielen Stunden, die zahlreiche Helfer aufgewendet hätten, um dieses Fest heute zu ermöglichen. Für die wunderbare Musik beim Gottesdienst dankte der Primiziant Rupert Schmidhuber und Gerti Schwoshuber mit dem Orchester und dem Chor. Auch für die musikalische Gestaltung der Vesper ging ein Dank an die Schola unter der Leitung von Ursula Stöckl.

Seinen Dank richtete er auch an die politische Gemeinde, den Ortspfarrer Hermann Schlicker, die geistlichen Mitbrüder, die diesen Tag mit ihm gefeiert hätten und an die Tachertinger Ministranten, die Thomas Belitzer als seine erste geistliche Heimat bezeichnete. Die Minis hatten als Überraschung eine kleine Bilderreihe aus den gemeinsamen Zeiten vorbereitet und überreichten einen Kupferstich, gefunden auf dem Dachboden der Tachertinger Pfarrkirche, mit der Darstellung des letzten Abendmahls als Geschenk.

Einen würdigen Abschluss fand der Tag dann um 17 Uhr in der festlichen geschmückten Pfarrkirche mit einer feierlichen Vesper. Seine Kaplanstelle tritt Thomas Belitzer in St. Anna im Moosrain an. Zu diesem Pfarrverband gehören Moosinning, Ottenhofen und Neuching, insgesamt acht Pfarreien zwischen Erding und Markt Schwaben. In den letzen beiden Augustwochen wird Thomas Belitzer Urlaubsvertretung in Tacherting machen. Anbei sehen Sie einen Bilderreigen von der Priesterweihe am 30. Juni und der Primiz am 8. Juli.

Text: Bernadette Maier, Fotos: Sebastian Putz

Mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Reinhard Reichgruber 
(Quelle: Tachertinger Gemeindebote)