Personalwechsel in St. Anna im Moosrain: Gemeindereferentin Bettina Ruhland und Pfarrvikar Thomas Belitzer gehen, Pater Dariusz Parzych und Pfarrer Thomas Semel kommen neu hinzu.

Personalwechsel in St. Anna im Moosrain: Gemeindereferentin Bettina Ruhland und Pfarrvikar Thomas Belitzer gehen, Pater Dariusz Parzych und Pfarrer Thomas Semel kommen neu in den Pfarrverband (v.l.). © Lena Gryqorieva/Gerald Förtsch/Privat

Moosinning – Viele Veränderungen gibt es im Pfarrverband St. Anna im Moosrain. Gemeindereferentin Bettina Ruhland und Pfarrvikar Thomas Belitzer werden den Verband verlassen, Pater Darius Parzych und Pfarrer Thomas Semel neu dazu stoßen. Und eine neue Kirchenmusikerin hat ihren Dienst bereits angetreten.

Gemeindereferentin Bettina Ruhland

Moosinning, Eichenried, Eicherloh, Ober- und Niederneuching, Ottenhofen, Siggenhofen und Unterschwillach gehören zum Pfarrverband St. Anna im Moosrain. Was Gemeindereferentin Ruhland betrifft, so ist diese seit 1. September zu je 50 Prozent in den Pfarrverbänden St. Anna im Moosrain und Tading tätig, ab 1. Januar 2023 wechselt sie komplett nach Tading.

Pfarrverbandsleiter und Kreisdekan Michael Bayer bedauert Ruhlands Weggang. Ein Nachfolger sei noch nicht gefunden. „In der Seelsorge werden wir immer weniger“, sagt der Kreisdekan. „Wir versuchen, über Ehrenamtliche vieles aufrecht zu erhalten.“ Er ist sich aber auch bewusst: „Wir können nicht alles zu hundert Prozent übernehmen.“ Man werde versuchen, „das Beste daraus zu machen und auch verbandsübergreifend zu wirken“.

 
Pfarrvikar Thomas Belitzer

Pfarrvikar Belitzer „hätte uns eigentlich schon früher verlassen sollen, bleibt aber wohl doch noch bis Ende des Jahres“, berichtet Bayer. Belitzer ist seit vier Jahren im Pfarrverband St. Anna im Moosrain und besetzte zuletzt dort eine halbe Stelle, weil er zudem noch als Landjugendpfarrer der KLJB München und Freising tätig ist. An seiner neuen Einsatzstelle will er weitere Erfahrungen in der Pfarreiarbeit sammeln.

 
Pater Dariusz Parzych

Den scheidenden Pfarrvikar Belitzer soll Pater Dariusz Parzych ersetzen. Bayer ist sehr froh um die Unterstützung, „denn die Termine häufen sich, es hat sich viel aufgestaut – Taufen, Hochzeiten und so weiter“. Der Kreisdekan ergänzt: „Wir sind bemüht, jedem gerecht zu werden.“ Da kommt der neue Pfarrvikar zur rechten Zeit. Parzych gehört dem Orden der Pauliner an und wohnt im Paulinerkloster in Erding (Heilig Blut).

Er kam 1979 in Kolno, einer Stadt im Nord-Osten Polens, in der Nähe von Masuren, zur Welt. „Dort besuchte ich die Grundschule und das Lyzeum, an dem ich bereits die deutsche Sprache kennenlernen konnte“, erzählt er. Um an der Technischen Hochschule zu studieren, zog er nach Warschau. Das Geld für das Studium verdiente er sich als Referendar im Arbeitsamt.

„Aber innerhalb eines halben Jahres wurde mir immer bewusster, dass mich Gott für einen anderen Weg vorgesehen hat“, betont der Geistliche. „Da ich immer klarer meine echte Berufung wahrnahm, begann ich, mein geistliches Leben zu vertiefen.“ Diese Erkenntnis sei für ihn selbst überraschend gekommen. Am 1. März 2003 wurde er ins Paulinerkloster in Tschenstochau aufgenommen. „Sechs Jahr später, 2009, band ich mich mit dem Ewigen Gelübde für immer an die Ordensgemeinschaft“, erzählt der 43-Jährige.

Das Theologiestudium an der Päpstlichen Akademie in Krakau beendete er 2010 und erhielt im selben Jahr die Priesterweihe. Zuerst arbeitete er in Polen, „aber im März 2011 erreichte mich der Ruf nach Deutschland, wo ich als Kaplan der Passauer Innenstadtpfarrei St. Severin – St. Gertraud zugeteilt wurde“, berichtet Parzych. 2015 verließ er Passau – „der Orden schickte mich ins Paulinerkloster nach Erding“. Aber seine Reise war noch nicht zu Ende. Ein Jahr war er Kaplan im Pfarrverband Bockhorn, bevor er 2016 ins neu gegründete Paulinerkloster auf dem Gartlberg im Rottal versetzt wurde, zur Unterstützung des Seelsorgeteams im Pfarrverband Pfarrkirchen. „Und fünf Jahre später begann für mich ein neuer Lebensabschnitt, als ich im September 2021 für ein Jahr dem benachbarten Pfarrverband Arnstorf als Pfarrvikar zugeteilt wurde“, sagt er.

Jetzt kehrt er wieder ins Paulinerkloster Erding zurück, um als Seelsorger im Pfarrverband St. Anna im Moosrain tätig zu sein. „Ich freue mich darauf, dass ich für und mit den Gläubigen arbeiten darf“, betont Pater Dariusz. „Ich hoffe auf die Unterstützung der Gläubigen und bin auf viele fruchtbare Begegnungen, Gebete und Gottesdienste gespannt.“

Pfarrer Thomas Semel

Auch Pfarrer Thomas Semel ist seit 1. September neu im Pfarrverband St. Anna im Moosrain. „Er ist hauptsächlich im Ordinariat in München beschäftigt und dort für die Seelsorge von Missbrauchsopfern zuständig – ein sehr wichtige Aufgabe“, erzählt Dekan Bayer. Semel war zuvor in der Pfarrei in Haar tätig „und hat nach einer Stelle gesucht, wo er auch Gottesdienste feiern kann – so es seine Zeit erlaubt, denn werktags ist er in München“.

Kirchmusikerin Angelika Tasler

Bereits am 1. August hat Angelika Tasler den Dienst als Kirchenmusikerin des Pfarrverbands St. Anna im Moosrain angetreten (Bericht folgt).

Gottesdienste

Gottesdienste zur Einführung von Pfarrer Semel und Pater Parzych werden am Sonntag, 4. September, um 9 Uhr in Moosinning und um 10.30 Uhr in Oberneuching gefeiert.

Quelle: Wolfgang Krzizok im Erdinger Anzeiger vom 2.9.2022

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