pfarrei-neuching.de

Die Anfänge

Die ältesten Bauteile

Eine Untersuchung der Pfarrkirche durch das Bayerische Landesdenkmalamt vom 17. März 1965 stellte einen romanischen Tuffquaderbau fest. Pfarrer Johannes Liehr ordnete diesen Baubestand in seinem 1975 veröffentlichten Bericht der ottonischen Zeit des 11. Jahrhunderts zu.

Die heutige denkmalpflegerische Einordnung ist vorsichtiger: Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege datiert das spätromanische Langhaus im Kern auf etwa 1200.

Damit ist zwischen einer möglichen älteren Vorgängerkirche und dem erhaltenen romanischen Baukern zu unterscheiden. Eine ältere Chronik der Pfarrei nennt für einen frühen Kirchenbau die Zeit um 1050. Diese Angabe lässt sich mit den heute vorliegenden baugeschichtlichen Untersuchungen jedoch nicht eindeutig bestätigen.

Mittelalterliche Erweiterungen

Im 13. Jahrhundert wurde die romanische Kirche erweitert. Nach den Untersuchungen von 1965 wurden an den älteren Tuffquaderbau Backsteinbauteile angefügt. Auch das Presbyterium und der Turm wurden verändert.

Im 14./15. Jahrhundert entstand die Annakapelle an der Nordseite der Kirche. Die heutige Denkmalliste datiert die Kapelle in diese Zeit.

Nach der Darstellung von Pfarrer Liehr wurde die Kapelle im Jahr 1343 vom Geschlecht der Neuchinger gestiftet und als Grabkapelle der Familie genutzt. Mit der Stiftung war ein Benefizium verbunden. Der Benefiziat hatte an drei Tagen in der Woche in der Kapelle die heilige Messe zu feiern.

Im 15. Jahrhundert erhielt die Kirche den gotischen Chor und Veränderungen am Turm. Auch das Treppentürmchen zur Orgelempore wurde damals angebaut.

Im 16. Jahrhundert kam an der Südseite die Sakristei hinzu. Ihre obere Etage ermöglichte den Blick in den Kirchenraum.

Damit waren bis zum Ende des Mittelalters wesentliche Teile des heutigen Kirchenbaus entstanden.

Fortsetzung: Teil 2 – Vom Mittelalter zum Barock

Nach oben scrollen