Dekan Bayer: Zeit nach der Pandemie für Neuanfang nutzen – Hohe Gaspreise treffen auch den Pfarrverband.

Das gemütliche Beisammensein stand nach zweijähriger Corona-Pause beim Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde Neu-ching im Vordergrund. Dekan Michael Bayer und Pfarr-gemeinderatsvorsitzender Max Wittmann begrüßten im Pfarrsaal die Ehrenamtlichen, die sich das ganze Jahr über zum Wohl der Pfarrgemeinde engagieren.

„Corona ist aus, der Krieg in der Ukraine leider noch nicht“, sagte Wittmann. „Die normalen Menschen müssen es ausbaden“, ergänzte er. Er hoffe, dass trotz des Leids die Bevölkerung im Glauben reife. Wichtig sei es, sich eine positive Grundeinstellung zu bewahren. „Das Schicksal geht mit uns um wie mit Pflanzen. Es macht uns durch kurze Fröste reifer“, zitierte Wittmann den‘ deutschen Schriftsteller Jean Paul „Die Frostperiode Corona hat uns ganz schön zugesetzt. Es ist Ostern ausgefallen. Das größte Fest nach Weihnachten. Das hat es noch nie gegeben seit der Auferstehung“, sagte Bayer. Die Zeit nach der Pandemie sollte man nach Ansicht des Pfarrverbandslei-ters und Dekans auch für einen Neuanfang nutzen und Veränderungen auch positiv gegenüberstehen. „Es ist ein Neuanfang da. Ohne Maske, ohne Abstand zum Gottesdienst gehen. Das ist was Schönes“, ergänzt er.

Volles Haus nach zweijähriger Pause: Pfarrgemeinderatsvorsitzender Max Wittmann (vorne, I.) und Dekan Michael Bayer (vorne, r.) luden zum Neujahrsempfang in den Pfarrsaal Oberneuching ein. FOTO: DANIELA OLDACH

Im Pfarrverband St. Anna im Moosrain hat sich mit dem neuen Pfarrvikar Pater Dariusz Parzych und der neuen Kirchenmusikerin Angelika Tasler personell einiges getan. Tasler hat sogar eine Vollzeitstelle bekommen. „Nach dem Frost taut vieles auf`, formulierte es Bayer. Alle seien nun aufgefordert und willkommen, im Pfarrverband mitzuarbeiten und ihn zu gestalten.

Mit der Gestaltung ganz anderer Art, nämlich mit der finanziellen Lage, musste sich Axel Hottinger befassen. Er berichtete aus der Kirchenverwaltung. Vor allem die enorm gestiegenen Energiekosten beschäftigten ihn. So habe der bisherige Gasversorger den Vertrag mit dem Pfarrverband zum Jahresende gekündigt und alternativ eine Preiserhöhung um das Achtfache angeboten. „Dann hätten wir statt 3000 Euro künftig 24 000 Euro bezahlt“, so Hottinger, der jetzt den Versorger gewechselt hat.

Nach dem Tischgebet durch Pater Darisusz ließen sich die Gäste Weißwürste und Wiener schmecken und nutzten die Zeit, wieder ausgiebig ratschen zu können.

Quelle DANIELA OLDACH im Erdinger Anzeiger vom 13. Januar 2023

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